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Eigenes Hochzeitskonzept erstellen

Eigenes Hochzeitskonzept erstellen

Tutorial

In diesem Teil zeigen wir Dir, wie Du mit einfachen Materialien Dein eigenes Hochzeitskonzept erstellst.

Es muss nicht immer Papier sein!

Ihr möchtet heiraten oder eine Party feiern und wünschst euch ein Konzept, das sich wie ein roter Faden durch die Dekoelemente eures großen Tages zieht? Über den Einsatz bestimmter Farben, Accessoires und Materialien gelingt euch das ganz leicht. Verwendet dafür statt dem herkömmlichen und altbekannten Papier einfach mal Acylglas. Das ist ein wunderbar leichtes Medium, das sich mit sämtlichen Dekoelementen kombinieren lässt. Wir zeigen euch, wie ihr euer eigenes Konzept entwickelt und einzelne Elemente mit Lettering gekonnt in Szene setzt.

Tischnummern

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten wie ihr die Tischnummern in euer Design einbinden könnt. In unserem Beispiel haben wir eine einfache Acrylplatte verwendet, die wir dekorativ an die Vase gelehnt haben. Eine andere Variante wäre in diesem Fall die Vase direkt zu belettern.

Namensschilder

Auch für die Namensschilder, die in diesem Beispiel von einem Bergkristall gestützt werden, gibt es weitere Möglichkeiten, z.B. ein Holzstück mit Schlitz als Halterung oder ihr unterlegt das Acrylglas mit großen Muschelscheiben.

Willkommensschild

Eure Gäste wollt ihr sicherlich gebührend willkommen heißen an eurem großen Tag! Die trendigen Willkommensschilder gehören mittlerweile zur Standardrequisite auf jeder Hochzeitsfeier. Wie ihr euer persönliches Schild selbst erstellt, zeigen wir euch auf den nächsten Seiten.

Basis Elemente für das Dekokonzept

Grundsätzlich solltet ihr euer Augenmerk auf Elemente wie Blumen, Tischsets, Servietten und kleine Accessoires wie Teelichtgefäße und/oder Kristalle legen. Hinzu kommt dann meist noch die Papeterie mit Tischnummern, Namensschildern, Menükarten oder Ähnliches. Mit diesen wenigen Elementen könnt ihr bereits ein schönes und einfaches Konzept erstellen. Euer Ziel sollte ein zeitloses und leichtes Design sein, das trendig und dennoch edel wirkt.

 
Unser Farbkonzept:
Vorgehen
  1. Überlegt euch welche der Deko-Elemente am wichtigsten für die Ausstrahlung des Konzeptes sind. In unserem Fall sind das die Acrylplatten und der Schilfwedel (= Grundfarbe). Uns gefallen der zarte Touch und die weiche Farbe – die besten Voraussetzungen für ein leichtes Design.

  2. Definiert drei passende Farben, die sich gut mit der Grundfarbe eurer Wahl aus Schritt eins kombinieren lassen. Wir haben uns für Naturtöne entschieden.

  3. Mit dem etwas kräftigeren Grünton möchten wir Akzente setzen und haben dafür eine Vase in sattem Grün und einige Teelichtgläser in verschiedenen Grün- und Sandtönen ausgewählt.

  4. Für ein paar zusätzliche Akzente haben wir Kristalle in das Design mit aufgenommen. Diese greifen die Glasoptik des Acryls wieder auf.

  5. Fast fertig! Lasst euch nicht davon abschrecken, dass der Tisch noch sehr kahl aussieht. Ihr werdet sehen, wie viel es ausmacht, wenn der Tisch gedeckt ist. Tischset, Besteck, Teller und Gläser bewirken Wunder.

  6. Feinschliff! Zum Schluss platziert ihr die Tischnummer, Namensschilder und Servietten. Tadaa, wunderbar! Schaut ein letztens Mal auf das Ergebnis und korrigiert eventuell die Komposition auf dem Tisch.

    Und jetzt heißt es: Partytime!

Acryl Lettering Schritt für Schritt

Acryl Lettering Schritt für Schritt

Tutorial

Im diesem Teil zeigen wir Dir, wie Du mit einfachen Materialien ein eigenes Willkommensschild für Deine Hochzeit beletterst.

Schritt für Schritt 

Das benötigst Du für die Vorlage

Downloadvorlage
Farbiges Vorlagenpapier A3
Lineal
Bleistift
Aquarellfarbe & Wasser
Pinsel Gr. 2 und Gr. 6 (z.B. DaVinci Cosmotop Spin)
Kopierpapier

 
Das benötigst Du für die Schilder

Acrylfarbe in weiß (z.B. Daler Rowney FW Artists‘ Acrylic Ink)
Pinsel Gr. 3/0 und 1 (z.B. DaVinci Forte Synthetics)
Acrylglas 4 mm in diversen Größen*
(* Namensschilder 90 x 50 mm,  Tischnummer 105 x 148 mm, Hochzeitsschild 297 x 420 mm)
Wattepads
Alkohol oder Spiritus
Microfasertuch

 

Gut zu wissen:

Für die Vorlage benötigt ihr größere Pinsel, da das Papier die Farbe aufsaugt. Beim Lettern auf Acryl bleibt die Farbe auf dem Material sozusagen „stehen“ und ihr braucht so für das gleiche Ergebnis viel weniger Farbe.

1. Zeichne Dir Hilfslinien auf das Vorlagenpapier oder lade Dir unsere Vorlage herunter.

2. Skizziere das gewünschte Lettering auf das Vorlagenpapier mit Bleistift.

3. Rühre in einem Napf eine Aquarellfarbe solange an, bis sie undurchsichtig ist, dann hat sie die richtige Konsistenz.

4. Nun könnt ihr mit den Pinseln (Gr. 2 für die serifenlosen Großbuchstaben und Gr. 6 für das Brushlettering) Aquarellfarbe aufnehmen und den Text der Skizze nachziehen. Gut trocknen lassen.

5. Tränkt ein Wattepad mit Alkohol.

6. Reinigt die Acrylplatte damit gründlich.

7. Trocknet die Platte mit dem Microfasertuch.

Wichtig: Vor dem Lettern muss die Acrylplatte fett- sowie staubfrei und trocken sein, da sonst die Acrylfarbe an unsauberen Stellen nicht haftet.

8. Legt die Acrylplatte auf das Vorlagenpapier.

9. Schüttelt das Fläschchen mit der weißen Acrylfarbe und tropft einige Tropfen in einen Napf. Rührt die Farbe bis keine Bläschen mehr zu sehen sind, dann hat sie die richtige Konsistenz.

10. Legt ein Blatt Papier unter eure Hand und den Arm, damit ihr keine Abdrücke auf der Acrylplatte hinterlasst. Nun mit dem Pinsel Gr. 3/0 Farbe aufnehmen und die Buchstaben auf der Acrylplatte nachzeichnen. Für die Namen des Brautpaars (Brushlettering) wechselt ihr zum größeren Pinsel Gr. 1.

Wichtig: Acryl oder Glas verhalten sich beim Beschreiben anders als Papier – sie saugen keine Farbe auf. Ihr benötigt daher weniger Farbe auf dem Pinsel. Probiert das am besten auf einem extra Acrylstück.

11. Für den Fall, dass ihr etwas korrigieren wollt, entfernt ihr das Geschriebene wie in Schritt 6 und trocknet die Stelle wieder gut ab (Schritt 7).

12. Jetzt könnt ihr erneut über die trockene(!) Stelle lettern.

Weitere Elemente

Für die Tischnummern, die Namensschilder oder weitere Elemente, z.B. Schild für Candy- oder Cocktailbar, Hinweisschilder oder Geschenketisch könnt ihr genauso vorgehen wie beim Willkommensschild.

Dieser Beitrag erschien in der Ausgabe 08/2019 „Creative Lettering“ in Kooperation mit dem PARTNER Medien Verlag.